Wild Atlantic Way – Dein Abenteuer in Irland

Hast du schon ein­mal vom Wild Atlan­tic Way gehört? Eine ca. 2.500 km lan­ge Stra­ße ent­lang der wun­der­schö­nen West­küs­te Irlands — per­fekt für einen Road­t­rip!

Schon Vie­le sind Abschnit­te oder sogar die gan­ze Stre­cke gefah­ren und konn­ten die tolls­ten Aus­bli­cke genie­ßen. Vor­bei an wei­ten Fel­dern, alten Bur­gen und Scha­fen – das klingt nach Aben­teu­er!

Von der Land­zun­ge Malin Head bis zum Natur­ha­fen Kin­sa­le kannst du dich auf eine ein­zig­ar­ti­ge Erfah­rung freu­en. Du kannst den Wild Atlan­tic Way ganz nach dei­nem Belie­ben erfor­schen: Stopps bei Orten ein­pla­nen, die dich inter­es­sie­ren und dort über­nach­ten, wo es dich in die­sem Moment gera­de hin ver­schlägt.

Dazu brauchst auf die­ser Küs­ten­stra­ße eigent­lich kein Navi, höchs­tens eine gro­be Stra­ßen­kar­te, denn es ist alles gut aus­ge­schil­dert. Die Schil­der sind braun mit einem blau­en Kas­ten dar­in, indem wei­ße, gezack­te Wel­len abge­bil­det sind. Die­se Wel­len sol­len ‚WAW‘ dar­stel­len, was die Abkür­zung für Wild Atlan­tic Way ist. Je nach­dem steht dahin­ter dann ein ‚(S)‘ dafür, dass du in süd­li­cher Rich­tung unter­wegs bist oder ein ‚(N)‘, dafür, dass du in nörd­li­cher Rich­tung unter­wegs bist.

Die magische Zahl Fünf

Je nach­dem, wo du dei­nen Road­t­rip auf dem Wild Atlan­tic Way star­ten möch­test, ste­hen dir fünf Flug­hä­fen zur Ver­fü­gung. Von Nor­den über Wes­ten nach Süden geord­net, sind es: Done­gal Air­port, Ire­land West Air­port, Shan­non Air­port, Ker­ry Air­port und Cork Air­port.

Natür­lich ist der Dub­lin Air­port hier auch wich­tig zu erwäh­nen. Auch wenn er nicht direkt an der Rou­te liegt, ist er jedoch eben­falls ein tol­ler Aus­gangs­punkt für einen Road­t­rip und gibt dir zudem noch die Mög­lich­keit, Dub­lin zu erkun­den.

Außer­dem gibt es fünf Halb­in­seln im Süden, hier­zu kom­men wir aber spä­ter noch.

Auch die Küs­ten­stra­ße wird in fünf Abschnit­te unter­teilt. Was dich dort erwar­tet und was du dort erle­ben kannst, zei­ge und erzäh­le ich dir jetzt:

Northern Headlands, die nördlichen Landzungen

(Malin Head – Donegal Town)

Hohe Klip­pen und wil­de Natur: In der abge­schie­dens­ten Regi­on Irlands zeigt sich der unge­zähm­te Geist der grü­nen Insel. Die Graf­schaft Done­gal wur­de sogar vom Natio­nal Geo­gra­phic Tra­vel­ler als „cools­ter Ort des Pla­ne­ten 2017“ gekürt.

Hier gibt es eini­ge der höchs­ten Mee­res­klip­pen Euro­pas: Die Klip­pen von Slie­ve League.

Die nörd­lichs­te Land­spit­ze Irlands ist natür­lich auch hier – wo soll­te sie auch anders sein als im Nor­den? 11 Leucht­tür­me leuch­ten hier über das Meer. Zusätz­lich kannst du im Win­ter tan­zen­de Nord­lich­ter am Him­mel beob­ach­ten. Das hat etwas Mys­ti­sches!

Einen Leucht­turm muss ich hier auf jeden Fall noch extra erwäh­nen: Der Turm am Fanad Head. Hier sind tol­le Strän­de zum Rela­xen und du kannst mit Kegel­rob­ben in der Son­ne lie­gen.

The Surf Coast, die Küste der Surfer

(Donegal Town – Erris)

Wei­ter geht es an die inter­es­san­tes­te Küs­te für Sur­fer. Über­all hier gibt’s tol­le Spots für Wel­len­rei­ter.

Surfen an der Surf Coast am Wild Atlantic Way
©Ire­land Tou­rism

Der wohl bekann­tes­te ist Mul­laghmo­re Head, die Hei­mat des Big Wave Sur­fing. Er lockt Sur­fer aus der gan­zen Welt an. Aber auch, wenn du sehr wacke­lig auf dem Brett bist, kannst du hier Zeit ver­brin­gen. Ein Boots­aus­flug zu den Klos­ter­rui­nen aus dem 6. Jahr­hun­dert auf Inishmur­ray Island zum Bei­spiel macht super viel Spaß!

Mullaghmore Head am Wild Atlantic Way
Mul­laghmo­re Head ©Ire­land Tou­rism

The Bay Coast, die Küste der Buchten

(Erris – Galway)

Kris­tall­kla­res Was­ser und beein­dru­cken­de Buch­ten begrü­ßen auf dei­nem Road­t­rip zur Küs­te der Buch­ten. Die größ­te Bucht, die Clew Bay, soll 365 Inseln haben – eine für jeden Tag des Jah­res. Eigent­lich sind es 117 Inseln, aber die kannst du ja dann selbst zäh­len, wenn du da bist.

Kein Wun­der, dass Grace O’Mal­ley, die furcht­lo­se See­pi­ra­tin, die­se Bucht als ihre eige­ne benutz­te. Hier konn­te sie sich über­all pri­ma ver­ste­cken! Du kannst also hier auf Pira­ten-Spu­ren wan­dern oder Kajak­fah­ren, Kite­sur­fen, Para­gli­den, Schwim­men und Tau­chen.

Küste am Wild Atlantic Way
©Ire­land Tourism/Chris Hill

Ein High­light für Pfer­de­lieb­ha­ber ist natür­lich das Rei­ten am Strand. Auf dem Rücken eines Pfer­des durch den wei­chen Sand dem wun­der­schö­nen Son­nen­un­ter­gang ent­ge­gen; der per­fek­te Abschluss für einen auf­re­gen­den Tag.

Reiten am Strand am Wild Atlantic Way
©Ire­land Tou­rism

Oder bist du doch lie­ber auf dem Draht­esel unter­wegs? Kein Pro­blem! Der Gre­at Wes­tern Green­way ist sicher­lich einer der schöns­ten Rad­we­ge der Welt und ver­spricht Natur pur in die­ser ein­zig­ar­ti­gen Regi­on.

Great Western Greenway am Wild Atlantic Way
Gre­at Wes­tern Green­way ©Ire­land Tou­rism

Auf Cla­re Island steht das alte Tower House: Die Fes­tung der sagen­um­wo­be­nen Pira­ten­kö­ni­gin Grace O’Malley. Sie war eine sehr wich­ti­ge Per­son der iri­schen Geschich­te in der frü­hen Neu­zeit, da sie eine mil­li­tä­ri­sche Gegen­spie­le­rin der eng­li­schen Poli­zi­ol war. Es ran­ken sich vie­le Erzäh­lun­gen und Legen­den um sie.

The Cliff Coast, die Küste der Klippen

(Galway – Ballybunion)

Lonely Pla­net sag­te einst: „Das Land ist rau, sei­ne See­le nicht.“ Und so ist es.

Galway am Wild Atlantic Way
Gal­way ©Ire­land Tou­rism

Freu dich auf span­nen­de Klip­pen­wan­de­run­gen mit Aus­sicht auf das rau­schen­de Meer bei den Cliffs of Moher. Pan­ora­ma-Aus­bli­cke inklu­si­ve! Außer­dem leben hier meh­re­re Papa­gei­en­tau­cher­ko­lo­nien. Es macht Spaß, den lus­tig aus­se­hen­den Vögeln beim Schwim­men und Tau­chen zuzu­se­hen.

Cliffs of Moher am Wild Atlantic Way
Cliffs oh Moher ©Ire­land Tourism/Tim Thomp­son

Ein wei­te­res High­light ist das Loop Light­house. Die­sen Leucht­turm gibt es seit 1670 und von hier aus hast du einen ein­zig­ar­ti­gen Aus­blick auf die Bas­ket Islands. Noch immer nicht genug von Leucht­tür­men? Dann kannst du auch im Lightkeeper’s House über­nach­ten.

Abends kannst du in einem tra­di­tio­nel­len Pub noch ein Guin­ness trin­ken und ein paar net­te Iren ken­nen­ler­nen.

Southern Peninsula, die Halbinseln des Südens

(Kerry – West Cork)

Dein Road­t­rip führt dich wei­ter zu einer der schöns­ten Wan­der­land­schaf­ten der Welt. Auf den Halb­in­seln des Südens fin­dest du die höchs­ten Ber­ge Irlands. Du kannst hier auch super Del­fi­ne und Wale beob­ach­ten, die im Meer her­um­tol­len.

Fünf Halb­in­seln gibt es dort ins­ge­samt: Ding­le Pen­in­su­la, Iver­agh Pen­in­su­la, Bea­ra Pen­in­su­la, Sheep’s Head und Mizen Head.

Vor Iver­agh Pen­in­su­la befin­det sich Skel­lig Micha­el, eine Mönch­sied­lung aus dem 6. Jahr­hun­dert. Das UNESCO-Welt­kul­tur­er­be ist nur mit einem Boot erreich­bar. Doch es lohnt sich auf jeden Fall hier her zu kom­men! Sonst wäre das hier ja nicht einer der Dreh­or­te für „Star Wars – Das Erwa­chen der Macht“ gewe­sen. Zwi­schen Iver­agh Pen­in­su­la und Skel­lig Micha­el befin­det sich noch Litt­le Skel­lig, Micha­els klei­ne Schwes­ter.

Auch Dursey Island, vor Bea­ra Pen­in­su­la, ist eine Beson­der­heit. Die­se Insel kannst du mit einer Seil­bahn übers Meer errei­chen (Es ist übri­gens die ein­zi­ge Seil­bahn Irlands). Wäh­rend der zehn­mi­nü­ti­gen Fahrt kannst du die tosen­den Wel­len unter dir beob­ach­ten. Ange­kom­men auf Dursey Island erwar­tet dich hier der alt­be­kann­te Leucht­turm, ein Signal­turm und eine Burg­rui­ne.

Hin­weis: Beim Anste­hen bei der Seil­bahn haben die Bewoh­ner von Dursey Island stets Vor­rang.

Abge­se­hen davon, dass die Halb­in­seln ein­zig­ar­tig sind und sich hier für dich tol­le Mög­lich­kei­ten auf­tun, hast du von der Hän­ge­brü­cke auf Mizen Head die wohl bes­te Aus­sicht auf den Fast­net Rock.

The Haven Coast, die Küste der Häfen

(Baltimore – Kinsale)

Der letz­te Abschnitt dei­nes Road­t­rips auf dem Wild Atlan­tic Way führt dich an die Küs­te des Coun­ty Cork. Hier fin­dest du vie­le sehens­wer­te Häfen und Strän­de mit einer blau­en Flag­ge. Das bedeu­tet, dass die Was­ser­qua­li­tät an die­sen Strän­den beson­ders gut ist.

Surfen am am Wild Atlantic Way
©Ire­land Tou­rism

Neben der Wal­be­ob­ach­tung kannst du hier auch segeln und über­all fin­den sich beein­dru­cken­de Küs­ten­fes­tun­gen. Die Küs­te der Häfen ist eben­falls für die Kunst und das Kunst­hand­werk bekannt.

Ca. 18 km süd­west­lich der Land­zun­ge Old Head of Kin­sa­le liegt das Wrack der Lusi­ta­nia. Die Kriegs­grä­ber­stät­te darf aber nur mit Erlaub­nis der iri­schen Regie­rung betaucht wer­den.

Und jetzt kom­men wir noch zum Fast­net Rock, eine klei­ne Insel am süd­lichs­ten Punkt vor Irlands Küs­te. Beson­ders beliebt ist (wie soll­te es auch anders sein?) der Leucht­turm. Hier kannst du wun­der­bar das Auf­ein­an­der­tref­fen der Gezei­ten erle­ben.

Freust du dich schon auf dein Wild-Atlan­tic-Way-Aben­teu­er? Hier ist wirk­lich für jeden was dabei! Ent­lang die­ser Küs­ten­stra­ße hast du eine rie­sen Aus­wahl, wie du dei­nen Road­t­rip gestal­test. Ganz nach dei­nem Belie­ben kannst du dei­ne Rou­te durch die Abschnit­te pla­nen, wel­che dei­nen Road­t­rip für dich unver­gess­lich machen!

Wenn du immer noch nicht genug hast, kannst du hier Ste­vens Rei­se nach Irland mit­ver­fol­gen. Auch der Wild Atlan­tic Way ist nun auf mei­ner Bucket-List. Er hat mich ein­fach begeis­tert.

Stay tun­ed!

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