Ciao bella Italia — Willkommen in der Toskana!

Süd­lich von Vene­ti­en fin­dest du die kuli­na­risch bekann­te Pro­vinz Tos­ka­na. Nach dem Pie­mont ist sie die über­ra­gen­de Wein­bau­re­gi­on des Lan­des. Die wun­der­schö­ne Tos­ka­na hat vie­le sehens­wer­te Ecken — Man­che bezeich­nen sie auch als die schöns­te Regi­on Ita­li­ens. Sie ist his­to­risch sehr bedeu­tend und hat schon vie­le Künst­ler inspi­riert. Mit ihrer zen­tra­len Lage in der Mit­te des Lan­des ist sie der idea­le Aus­gangs­punkt für einen Road­t­rip in Ita­li­en.

Geprägt von Wein­re­ben, Oli­ven­bäu­men, Säul­en­zy­pres­sen und Pini­en bie­tet dir die­se tol­le Regi­on außer­dem Urlaubs­fee­ling pur.

Bäume während Roadtrip Toskana

Kein Wun­der; vie­le tos­ka­ni­sche Sehens­wür­dig­kei­ten gehö­ren zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be. Dar­un­ter zäh­len his­to­ri­sche Bau­wer­ke und atem­be­rau­ben­de Land­schaf­ten. Wir möch­ten dir hier eini­ge unse­rer High­lights vor­stel­len. Viel­leicht wird die Tos­ka­na ja auch zu dei­nem Favo­ri­ten!

Im Nord-Osten begrenzt vom Apen­nin, im Süden von Umbri­en und im Wes­ten vom Mit­tel­meer fin­dest du in der Tos­ka­na die bedeu­tends­ten Städ­te die­ses Lan­des.

Florenz

Begin­nen wir den Road­t­rip mit Flo­renz – der Haupt­stadt. Für jeden Ita­li­en­lieb­ha­ber steht sie auf dem Pflicht­pro­gramm, und das zu Recht! Als eine der bedeu­tends­ten Kul­tur­me­tro­po­len unse­rer Welt weist sie eine wun­der­vol­le mit­tel­al­ter­li­che Alt­stadt mit ver­steck­ten, klei­nen Gäss­chen auf. Sie ist berühmt für Kunst, Kul­tur und Archi­tek­tur und bie­tet dir das welt­be­rühm­te Kunst­mu­se­um Gal­le­ria del­l’­Ac­ca­de­mia. Erle­be die Kathe­dra­le San­ta Maria del Fio­re. Sie bringt dir nicht nur die Geschich­te Flo­renz’ näher, son­dern macht das ein­zig­ar­ti­ge Bild der Stadt aus und voll­endet das Gesamt­kunst­werk.

Pisa

Nicht zu ver­ges­sen wäh­rend dei­nem Road­t­rips in der Tos­ka­na ist natür­lich die ein­zig­ar­ti­ge Stadt Pisa. Jeder kennt ihn: den berühm­ten schie­fen Turm! Eines der bekann­tes­ten Wahr­zei­chen ist der frei­ste­hen­de Glo­cken­turm des Doms von Pisa. Es dau­er­te fast 200 Jah­re bis das Meis­ter­werk end­lich stand.

Aber wie­so haben die den denn jetzt schief gebaut?, fragst du dich sicher. Das ist nicht den Archi­tek­ten zu ver­dan­ken, son­dern dem Boden. Weil der Turm auf wei­chem Unter­grund erbaut wur­de, kipp­te der Turm leicht nach Süd-Osten weg, was der Grund für die lan­ge Bau­zeit war. Damit sich der Boden wie­der “beru­hi­gen” konn­te, muss­te man eine Pau­se machen. Heu­te kann man 294 leicht schrä­ge Trep­pen­stu­fen bis an die Spit­ze erklim­men.

Schiefer Turm von Pisa

Siena

Übri­gens bie­tet dir Ita­li­en die ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­keit, das „Tor des Him­mels zu errei­chen“ — Die Rede ist von Sie­na. Damit du dich ein wenig zurecht fin­den kannst: Die Stu­den­ten­stadt liegt ca. 80 km von Flo­renz ent­fernt und lässt sich somit wun­der­bar wäh­rend dei­nes Road­t­rip kom­bi­nie­ren. Ihre Alt­stadt wur­de eben­falls schon zum UNESCO-Welt­kul­tur­er­be erklärt und das hat sie auf jeden Fall ver­dient! Der Dom in Sie­na über­rascht sei­ne Besu­cher mit einer „Por­ta del Cie­lo“- Füh­rung. Die­se bringt dich auf die Dächer und Gewöl­be des Doms und du wirst unver­gleich­li­che Bil­der und Ein­drü­cke mit­neh­men.

Unser Tipp: Die­se Tour ist auch bei Höhen­angst geeig­net, da alles durch Git­ter oder Ple­xi­glas gesi­chert ist.

Ein wei­te­res beein­dru­cken­des Bau­werk ist zum Bei­spiel der Palaz­za Pub­bli­co, ein umwer­fen­der Palast mit einem über 100 Meter hohen Glo­cken­turm. Sie­na zeich­net sich eben­falls durch das tra­di­tio­nel­le Pfer­de­ren­nen “Palio di Sie­na” aus, wel­ches im Som­mer auf dem Piaz­za del Cam­po statt­fin­det, wel­cher gleich­zei­tig dass Zen­trum von der Stadt bil­det.

Val d’Orcia

Zu deutsch “Orcia­tal” ist die typi­sche Post­kar­ten­land­schaft: Hier sieht es ganz genau so aus, wie du dir dei­nen Road­t­rip in der Tos­ka­na vor­stellst! Die wel­li­gen Hügel die­ser Land­schaft haben schon so eini­ge Künst­ler inspi­riert und sind auf jeden Fall einen Stopp auf dei­nem Road­t­rip wert. Das UNESCO-Welt­kul­tur­er­be strahlt unbän­di­ge Schön­heit und natür­li­che Har­mo­nie aus! Der wohl berühm­tes­te Ort ist Pien­za, gele­gen auf einem Hügel mit­ten im Tal. Von hier hast du tol­le Aus­bli­cke auf die umlie­gen­de Umge­bung.

In der Nähe befin­det sich eines der belieb­tes­ten Foto­mo­ti­ve der Tos­ka­na: Die Cap­pel­la del­la Madon­na di Vitale­ta — eine klei­ne Kapel­le mit­ten auf einem Acker.

Mausoleum während Roadtrip Toskana

Ein Bade­ur­laub am Tyr­rhe­ni­schen Meer run­det das facet­ten­rei­che Bild der Tos­ka­na ab und macht dei­nen Road­t­rip per­fekt. Die fast 400 km lan­ge Küs­te ist meist flach mit schö­nen lan­gen Sand­strän­den, unter­bro­chen nur von eini­gen weni­gen stei­len Abschnit­ten. Des­halb ist sie auch beson­ders als Urlaubs­ziel für Fami­li­en mit Kin­dern geeig­net.

Ein Trip zu den vor­ge­la­ger­ten Inseln bringt dir Abwechs­lung, wenn du nicht mehr nur in der Son­ne lie­gen möch­test. Von Piom­bi­no aus ist man mit einer Fäh­re in nur einer Stun­de auf Elba und kann die traum­haft schö­ne Insel durch das­sel­be Hafen­tor wie einst Napo­le­on betre­ten.

Oder bist du eher der Wein-Lieb­ha­ber? Dann ist die­se Desti­na­ti­on für dich der Him­mel auf Erden! 2018 tru­gen allein 17 Wein­sor­ten aus der Tos­ka­na das DOC-Qua­li­täts­sie­gel. Du wirst zahl­rei­che Wein­gü­ter ent­de­cken und die meis­ten bie­ten auch Wein­pro­ben an. Aber denk dran: Die ita­lie­ni­sche Regie­rung ist sehr streng mit der Ein­hal­tung ihrer Ver­kehrs­ge­set­ze!

Weinreben in der Toskana

Zum Schluss ein bisschen Weinkunde:

Die italienischen Wein-Gütesiegel

Deno­mi­na­zio­ne di Ori­gi­ne Con- trolla­ta e Garan­ti­ta (DOCG):
kon­trol­lier­te und garan­tier­te Ursprungs­be­zeich­nung, die höchs­te Stu­fe des ita­lie­ni­schen Wein­ge­set­zes. Sie ist in der Regel mit stren­ge­ren Vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re stren­ge­ren Men­gen­be­gren­zun­gen ver­se­hen als die DOC.
Deno­mi­na­zio­ne di Ori­gi­ne Con­trolla­ta (DOC):
kon­trol­lier­te Ursprungs­be­zeich­nung. Ent­hält Vor­schrif­ten über die Gren­zen der Anbau­ge­bie­te, die zuge­las­se­nen Reb­sor­ten, die Art des Aus­baus der Wei­ne sowie über den Zeit­punkt der Frei­ga­be.
Indi­ca­zio­ne Geo­gra­fi­ca Tipi­ca (IGT):
Kate­go­rie von Regio­nal­wei­nen, die dem Land­wein ent­spricht. Die Anfor­de­run­gen an Min­dest­al­ko­hol­ge­halt und Hekt­arhöchs­terträ­ge lie­gen unter DOC-Niveau.
Vino da Tavo­la (VdT):
Tafel­wein mit gerings­ten qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen. Er muss unver­dor­ben und zum Ver­zehr geeig­net sein.

Addio Tos­ca­na! Du wirst dich sicher noch lan­ge an die­ses wun­der­ba­re Stück­chen Erde erin­nern!

Stay tun­ed!

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