Ganz neu erleben: Irland mit dem Hausboot!

Du fragst dich: Irland mit dem Haus­boot? Ja, war­um nicht? Die meis­ten haben bis jetzt noch nicht ein­mal dar­an gedacht. Die gän­gi­ge Art Irland zu erkun­den, ist näm­lich eigent­lich der Miet­wa­gen. So bist du fle­xi­bel und kannst dei­ne Rou­te je nach Wunsch frei gestal­ten.

Aber hast du mal dar­über nach­ge­dacht, wie cool ein eige­nes Haus­boot wäre? Du bist der Kapi­tän dei­nes eige­nen Boo­tes! Du hast es kom­plett für dich allein und kannst den gan­zen Tag machen, was du willst. Und das Bes­te an der Sache? Du brauchst noch nicht ein­mal einen Boots­füh­rer­schein, denn du wirst vor Ort ein­ge­wie­sen und dann geht’s los. Klingt per­fekt!

©Fail­te Ire­land 2015

Wo ein Schiff ist, muss auch Wasser sein

Begin­nen wir mit dem Shan­non, dem längs­ten Fluss Irlands und den Bri­ti­schen Inseln. Er ist 370 km lang und man kann ca. 250 km des Flus­ses mit dem Boot befah­ren. Sei­ne Quel­le liegt in den Cuil­ca­gh Moun­tains im Coun­ty Cavan im Nord­wes­ten Irlands. Er fließt durch ein unter­ir­di­sches Höh­len­sys­tem und vie­le Seen auf sei­nem Weg quer durch das Land der Kobol­de und Feen. Nach sei­ner letz­ten Sta­ti­on – Lime­rick – mün­det er in den wil­den Atlan­tik.

©Fail­te Ire­land

Und somit ist er per­fekt geeig­net für dein Aben­teu­er mit dem eige­nen Boot. Vom Was­ser aus kannst du die „grü­ne Insel“ von einer ganz neu­en Sei­te bestau­nen. Bun­te Hafen­städ­te, stei­le Fels­küs­ten und beein­dru­cken­de Klip­pen sind dein ste­ti­ger Beglei­ter.

Die öffent­li­chen Lie­ge­plät­ze auf dem Shan­non sind in der Regel kos­ten­los, es gibt aber auch eini­ge Aus­nah­men — wie bewach­te Anle­ger auf dei­ner Stre­cke. Aber kei­ne Sor­ge: Du fin­dest vor Ort Schil­der, die dar­auf hin­wei­sen.

Bei den Schleu­sen auf dem Fluss fällt eine Gebühr von ca. € 2,- pro Schleu­se an. Man­che wer­den von Schleu­sen­wär­tern bedient, man­che musst du aber auch selbst bedie­nen. Die Bezah­lung erfolgt meist per Chip­kar­te, die du beim Ver­mie­ter oder an der ers­ten Schleu­se erhältst. Bit­te behal­te auch die Öff­nungs­zei­ten im Blick: Täg­lich von 9 – 20 Uhr, nicht, dass du an einer Schleu­se stehst und nicht wei­ter kommst!

©Fennell Pho­to­gra­phy

Der Traum vom eigenen Boot

Es gibt sicher vie­le Anbie­ter, bei denen du dein Haus­boot in Irland mie­ten kannst; wir haben mit Sil­ver Line Crui­sers posi­ti­ve Erfah­run­gen gemacht. Die­se Haus­boo­te haben dann zum Bei­spiel eine gut aus­ge­stat­te­te Küche, vom Herd und Grill bis zum Dosen­öff­ner und eine Ess- und Sitz­ecke, um die Mahl­zei­ten auch gemüt­lich genie­ßen zu kön­nen. War­mes und kal­tes Was­ser funk­tio­niert natür­lich auch an Bord.

Eine Nass­zel­le mit Dusche und Toi­let­te, 2 Steck­do­sen und Hand­tü­cher sowie Bett­wä­sche sind vor­han­den. Die Boo­te wer­den mit Die­sel betrie­ben und du kannst davon aus­ge­hen, dass der Ver­brauch bei ca. 5 – 10 Liter pro Fahr­stun­de liegt, was je nach Boots­ka­te­go­rie vari­ie­ren kann und natür­lich auch von dei­nem Fahr­stil abhängt. Zur Sicher­heit sind selbst­ver­ständ­lich auch Schwimm­wes­ten an Bord.

Je nach der Boots­ka­te­go­rie die du aus­wählst, ist dein Schiff auch even­tu­ell län­ger und brei­ter und besitzt zum Bei­spiel ein 2. Steu­er­rad im Frei­en (für rich­ti­ges Käpt’n‑Feeling)!

Bevor du in dein Aben­teu­er star­test, soll­test du auch auf jeden Fall die Bedin­gun­gen dei­nes Haus­boo­tes ken­nen wie das Min­dest­al­ter, die Tank­re­ge­lung bei Abga­be und die Höhe der Kau­ti­on.

Highlights entlang des Shannon

Carrick-on-Shannon

Car­rick-on-Shan­non ist eine leb­haf­te Hafen­stadt und gilt als eine der schöns­ten Fluss-Städ­te Irlands. Du fin­dest hier alles, was dein Herz begehrt: Gale­rien, Live-Musik, Pubs, Nacht­clubs und tol­le Restau­rants!

Sehr bekannt ist die Cos­tel­lo Memo­ri­al Cha­pel. Als Maria Cos­tel­lo 1879 starb, erbau­te ihr Mann Edward eine Kir­che für sie. Zwei Jah­re spä­ter wur­de sie dort bei­gesetzt. Noch 12 Jah­re danach fand dort jeden ers­ten Frei­tag im Monat ein Got­tes­dienst statt, bis auch Edward starb und eben­falls dort bei­gesetzt wur­de. Die Kir­che ist eine der Kleins­ten welt­weit!

©Fail­te Ire­land 2015

Athlone

Die Ufer­stadt im Her­zen Irlands ist wun­der­schön. Du soll­test auf jeden Fall Sean’s Bar einen Besuch abstat­ten: Mit einer 1.000-jährigen Geschich­te ist die­se eine der ältes­ten Bars der Welt. Auch die Burg Ath­lo­ne Cast­le ist eine belieb­te Tou­ris­ten­at­trak­ti­on aus dem 12. Jahr­hun­dert.

Clonmacnoise

Die­sen Ort hast du sicher schon gefühlt tau­send Mal auf Bil­dern gese­hen. Kein Wun­der — er ist eine der meist­be­such­tes­ten Attrak­tio­nen Irlands! Die Klos­ter­rui­nen aus dem 6. Jahr­hun­dert sind nur weni­ge Kilo­me­ter von Ath­lo­ne ent­fernt und trotz­dem hast du das Gefühl, in eine ganz ande­re Welt abzu­tau­chen.

©Fail­te Ire­land

Limerick

Das Wahr­zei­chen die­ser Stadt ist die Burg King John’s Cast­le, wel­che direkt am Shan­non steht und dadurch ein wun­der­schö­nes Bild abgibt. Hier hat der Pulit­zer-Preis­trä­ger Frank McCourt („Die Asche mei­ner Mut­ter“) sei­ne Kind­heit ver­bracht.

Craggaunowen

Ca. 30 km von Lime­rick ent­fernt steht ein preis­ge­krön­tes, archäo­lo­gi­sches Frei­leicht­mu­se­um mit einer his­to­ri­schen Wohn­stät­te aus der Bron­ze­zeit und der Nach­bil­dung eines Leder­boo­tes!

Doch das sind nur eini­ge weni­ge Vor­schlä­ge für einen Boots­trip durch Irland. Es gibt noch so viel mehr zu ent­de­cken. Freu dich auf unend­li­che Wei­ten und tol­le Land­schaf­ten! Ich wer­de Irland auf jeden Fall irgend­wann mit dem Haus­boot berei­sen…

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