Costa Rica — Ein Paradies

Will­kom­men auf einem der schöns­ten Fle­cken, wel­che unse­re Erde zu bie­ten hat – Cos­ta Rica!

Cos­ta Rica liegt sowohl am Pazi­fik, als auch am kari­bi­schen Meer und zeigt mit 30 Natio­nal­parks vie­le ver­schie­de­ne Land­schafts­for­men. Das zen­tral­ame­ri­ka­ni­sche Land ist ca. 51.100 km² groß und unter­teilt sich in 7 Pro­vin­zen: San José (Haupt­stadt), Ala­jue­la, Cart­a­go, Her­e­dia, Pun­ta­re­nas, Gua­nacas­te und Limòn.

Hier erstmal ein paar Fakten über Costa Rica

  • 25 % der Flä­che Cos­ta Ricas wird von nach­hal­ti­gen Pro­gram­men unter­stützt
  • Man bezahlt mit dem Colón (¢)
  • Die Natio­nal­blu­me ist die Gua­ria Mora­da
  • Das Natio­nal­sym­bol der Tier­welt ist der Weiß­we­del­hirsch
  • Das Natio­nal­sym­bol der Mee­res­fau­na ist die See­kuh
  • Das gene­rel­le Natio­nal­sym­bol ist der zwei­räd­ri­ge Kar­ren. Cos­ta Rica besitzt den größ­ten der Welt, wel­cher von Hand­wer­kern gebaut und von Malern mit leben­di­gen Far­ben ver­zau­bert wur­de. Er ist 2 Meter hoch und 6 Meter lang.
  • Das Natio­nal­in­stru­ment ist die Marim­ba
  • Die Bewoh­ner bezeich­nen sich selbst als „Ticos“
  • Mehr als 95 % der Bevöl­ke­rung sind Nach­fah­ren der spa­ni­schen Erobe­rer mit india­ni­schen und afri­ka­ni­schen Wur­zeln

Tipps für Autofahrer

Brauchst du einen inter­na­tio­na­len Füh­rer­schein? Nein, der ist nicht zwin­gend not­wen­dig, wird aber trotz­dem emp­foh­len. Wenn du einen gül­ti­gen Füh­rer­schein und einen gül­ti­gen Rei­se­pass dabei­hast, darfst du bis zu 3 Mona­te lang ohne Pro­ble­me fah­ren. Auf der Sei­te des Aus­wär­ti­gen Amtes kannst du dich jeder­zeit über die Bestim­mun­gen infor­mie­ren.
Die Stra­ßen­ver­hält­nis­se sind teil­wei­se nicht mit unse­ren deut­schen zu ver­glei­chen – aber gera­de hier beginnt doch das Aben­teu­er! Trotz­dem soll­test du nach einem star­ken Regen­fall vor­sich­tig unter­wegs sein.
Die Ticos fah­ren rasant, daher soll­test du immer defen­siv fah­ren. Auch wenn du eigent­lich Vor­fahrt hät­test, soll­test du dar­auf ach­ten, ob sich dein Gegen­über auch dar­an hält!

Die Beschil­de­rung in Cos­ta Rica ist sehr beschei­den. Stra­ßen­schil­der gibt es sel­ten, Haus­num­mern noch weni­ger. Jedoch sind die Betrei­ber von Lebens­mit­tel­lä­den und Knei­pen sehr freund­lich und zuver­läs­sig, wenn du sie nach dem Weg fragst und mit einem Navi kannst du so gut wie nichts falsch machen.

Wenn du die Aus­wahl hast, soll­test du dich immer für einen All­rad-Miet­wa­gen ent­schei­den. Dein Miet­wa­gen ist wäh­rend der Rei­se dein treu­er Beglei­ter und kann dich im Fal­le eines Fal­les auch über Schot­ter­we­ge zu den schöns­ten Orten brin­gen.

Pura Vida, Costa Rica

Pura Vida

Was bedeu­tet das eigent­lich? Pura Vida bedeu­tet für die Ticos so ziem­lich alles. Es ist zum Bei­spiel eine Begrü­ßung und die Anwort auf die Fra­ge “Wie geht’s?”. Der Spruch steht für die ruhi­ge Lebens­art der Ein­hei­mi­schen.

Wetter

Cos­ta Rica steht fast auf jeder Bucket­list – ver­ständ­li­cher Wei­se. Wenn du in dei­nen Akti­vi­tä­ten fle­xi­bel bist, kannst du eigent­lich das gan­ze Jahr über dort­hin rei­sen.

Wenn du die Qua­li­tät des San­des und des Was­sers tes­ten oder eine Rund­rei­se machen möch­test, eig­nen sich die Mona­te Dezem­ber bis April, denn dann ist dort die Tro­cken­zeit. Die Regen­zeit, von Mai bis Novem­ber, eig­net sich toll, um den Regen­wald zu erkun­den oder an der Pazi­fik­küs­te zu sur­fen.

Die 7 Provinzen

Nun möch­te ich dir einen Über­blick über die 7 Pro­vin­zen Cos­ta Rica‘s geben:

San José

San José ist die dicht besie­dels­te Regi­on. Dich beein­dru­cken hier Ber­ge, vie­le Kaf­fee­plan­ta­gen und eine hüge­li­ge Grün­land­schaft – klingt doch für den Anfang nicht schlecht, oder?
Auf den Kaf­fee­plan­ta­gen kannst du den Kaf­fee von sei­nem Ursprung aus beglei­ten und fin­dest das Geheim­nis des Wach­ma­chers her­aus.
San José ist auch gleich­zei­tig eine Stadt, aber nicht nur irgend­ei­ne: Es ist die Haupt­stadt von Cos­ta Rica. Du wirst von der viel­sei­ti­gen Archi­tek­tur begeis­tert sein! Hier fin­dest du vie­le Häu­ser und Bau­ten mit euro­päi­scher Inspi­ra­ti­on und cos­ta­ri­ca­ni­schem Stil.
Wei­ter­hin sind das Natio­nal­thea­ter — in dem die bes­ten Künst­ler aus aller Welt zusam­men kom­men — oder die vie­len Muse­en und Parks einen Besuch wert!

Teatro Nacional, San Jose, Costa Rica
Tea­tro Nacio­nal, San Jose

Alajuela

Ala­jue­la wird auch „Man­go-Land“ genannt. Die­se Pro­vinz zeich­net sich durch vie­le Regen­wäl­der und wei­te Ebe­nen aus. Du soll­test San Ramón, Zarce­ro oder Sar­chí besu­chen, weil sie den Ursprung Cos­ta Ricas wie­der­spie­geln. Dies sind nur ein paar der male­ri­schen Städ­te in die­ser Regi­on, wo du Kunst­hand­werk oder Holz- und Male­rei­ar­bei­ten von Ticos bestau­nen kannst.
Hier erwar­ten dich eben­falls zwei bekann­te, akti­ve Vul­ka­ne, näm­lich Are­nal und Poás. Are­nal ist einer der schöns­ten Vul­ka­ne der Welt. Du kannst jede Nacht klei­ne Lava­strö­me ent­de­cken und das Natur­schau­spiel genie­ßen. Vie­le Hotels bie­ten geführ­te Aus­flü­ge an.
Vom Poás hast du einen unglaub­li­chen Pan­ora­ma­blick auf die Umge­bung. Tol­le Natur­ge­bie­te und Nebel­wäl­der tref­fen hier auf­ein­an­der.

Cartago

Die „alte Metro­po­le“ Cart­a­go war bis 1823 die Haupt­stadt Cos­ta Ricas. Hier fin­dest du vie­le inter­es­san­te Zeit­zeu­gen wie den Tem­pel in Oro­si, der 1743 im Kolo­ni­al­stil erbaut wur­de.
Die Regi­on ist geprägt von Tra­di­ti­on und hält für dich die höchs­te Erhe­bung Cos­ta Ricas bereit: Der Berg Chir­ri­pó ist 3.820 Meter hoch. Dazu kommt der Vul­kan Ira­zú, der über dem Mee­res­spie­gel die höchs­te vul­ka­ni­sche Erhe­bung des Lan­des ist.
Ein wei­te­res High­light ist das Natio­nal­denk­mal von Guay­abo. Es liegt in der Stadt Tur­ri­al­ba. Das geheim­nis­vol­le Bau­werk  stammt aus der prä­ko­lum­bia­ni­schen Zeit und ist eine der größ­ten archäo­lo­gi­schen Stät­ten des Lan­des.
Das reli­giö­se Herz­stück von Cart­a­go liegt im Zen­trum der gleich­na­mi­gen Stadt. Die beein­dru­cken­de Basi­li­ka Nues­tra Seño­ra de los Ánge­les ist sehr berühmt!

Heredia

Die kleins­te Pro­vinz Cos­ta Ricas wird auch „Stadt der Blu­men“ genannt; die­ser Name kommt wahr­schein­lich vom beein­dru­cken­den Natio­nal­park!
In Her­e­dia fin­dest du neben Kaf­fee­plan­ta­gen die für Cos­ta Rica typi­schen Zie­gel­häu­ser.
Um den Vul­kan Bar­va hat sich eine ein­zig­ar­ti­ge Vege­ta­ti­on gebil­det, die sich toll zur Vogel­be­ob­ach­tung eig­net. Auch den Quetz­al kannst du hier sehen!
Abso­lut emp­feh­lens­wert ist der Natio­nal­park Brau­lio Car­ril­lo, ein tro­pi­scher Regen­wald. Hun­der­te Pflan­zen- und Tier­ar­ten tref­fen hier auf­ein­an­der – es gibt also immer etwas zu sehen! Dei­ne Pau­sen kannst du an einem der unzäh­li­gen Was­ser­fäl­le ein­le­gen und dich dort im küh­len Was­ser ent­span­nen.

Wasserfall, Costa Rica

Puntarenas

Jetzt kom­men wir zur größ­ten Pro­vinz: Die „Per­le des Pazi­fiks“! Pun­ta­re­nas ist ein Küs­ten­ge­biet am Pazi­fik und beinhal­tet Strän­de, Natio­nal­parks und Natur­re­ser­va­te. Der Hafen von Cal­de­ra wird regel­mä­ßig von Kreuz­fahrt­schif­fen ange­fah­ren.
In die­ser Regi­on sind die belieb­ten Natio­nal­parks Manu­el Anto­nio und Cor­co­va­do. Manu­el Anto­nio beher­bergt wei­ße Sand­strän­de am tief­blau­en, pazi­fi­schen Was­ser und einen Regen­wald. Bei einem Aus­flug durch den Regen­wald kannst du unter ande­rem Weiss­ge­sichts­af­fen, Faul­tie­re und Legua­ne bestau­nen.
Im Natio­nal­park Cor­co­va­do gibt es Lagu­nen, Man­gro­ven­wäl­der und vie­le Feucht- sowie Neben­wäl­der. Die­ser Park ist einer der bedeu­tends­ten Öko­sys­te­me Zen­tral­ame­ri­kas. Über 6.000 Insek­ten­ar­ten, 500 Baum­sor­ten, 367 Vogel­ar­ten, 140 Säu­ge­tier­ar­ten, 117 Amphi­bi­en und Rep­ti­li­en sowie 40 Süß­was­ser­fisch­ar­ten haben hier ihr Zuhau­se.

Guancaste

Die Regi­on Guan­cas­te ist für die Vieh­zucht und die spek­ta­ku­lä­ren Strän­de bekannt. Als die tro­ckens­te Regi­on eig­net sie sich wun­der­bar, um alle Strän­de aus­zu­tes­ten. Einer der bekann­tes­ten ist der Strand Coco; genau das rich­ti­ge für dich, wenn du eine Nacht lang durch­tan­zen willst!
Du fin­dest in Guan­cas­te vie­le Hotels und Restau­rants in den unter­schied­lichs­ten Preis­ka­te­go­rien. Egal ob du es luxu­ri­ös oder ein­fach suchst: Hier wirst du fün­dig! Und du kannst dich freu­en, denn in die­ser Pro­vinz sind die ein­hei­mi­schen Gerich­te zu Recht sehr beliebt!

Limón

Nun kom­men wir zur letz­ten Pro­vinz: Limón. Das Natur­pa­ra­dies ist eine Kom­bi­na­ti­on aus dich­tem Dschun­gel­ge­biet, gewal­ti­gen Ber­gen und para­die­si­schen Strän­den. Limón strotzt nur so vor ein­zig­ar­ti­ger Kul­tur, tra­di­tio­nel­ler Lebens­art und kuli­na­ri­schen High­lights.
Dich erwar­tet eine unglaub­li­che Viel­falt an Flo­ra und Fau­na. Der Natio­nal­park Cahui­ta besteht aus lang­ge­zo­ge­nen Koral­len­riff­ket­ten. Beim Schnor­cheln kannst du die tro­pi­schen Fisch­ar­ten haut­nah erle­ben.
Du soll­test auch unbe­dingt einen Stopp in der wun­der­schö­nen Küs­ten­stadt Puer­to Vie­jo de Tala­man­ca ein­le­gen. Ein­hei­mi­sche nen­nen sie auch kurz und knapp Puer­to Vie­jo. Hier kannst du typisch kari­bi­sche Ein­drü­cke sam­meln und über­all begeg­nen dir Musik­klän­ge.
Erwäh­nens­wert ist eben­falls der Natio­nal­park Totu­guero. Direkt an der kari­bi­schen Küs­te ist er durch­zo­gen von natür­li­chen Kanä­len und Lagu­nen. Sein Spitz­na­me ist nicht umsonst „klei­ner Ama­zo­nas Cos­ta Ricas“!

Besonderheiten von Costa Rica

Ich habe dir viel über die Pro­vin­zen von Cos­ta Rica erzählt, doch jetzt 4 Beson­der­hei­ten, die mich beson­ders fas­zi­niert haben:

  • Cos­ta Rica ist ein wah­res Tau­cher­pa­ra­dies. Der Natio­nal­park Isla del Coco ist unglaub­lich und wur­de des­halb auch zum Welt­kul­tur­er­be gekrönt. 532 Kilo­me­ter vor der pazi­fi­schen Küs­te triffst du Ham­mer­haie, Buckel­wa­le, Fla­schen­na­sen­del­fi­ne, Karett­schild­krö­ten und eine unzäh­li­ge Viel­falt an Koral­len­ar­ten.

  • Cos­ta Rica besitzt eine Blaue Zone. Blaue Zonen sind Regio­nen, von denen Dan Butt­ner glaubt, dass Men­schen dort am längs­ten leben. Mit der Unter­stüt­zung von Natio­nal Geo­gra­phic ist er 2007 nach Nicoya gereist, eine Halb­in­sel im Süden. Die Men­schen dort wer­den oft über 90 Jah­re alt und zäh­len damit zu den ältes­ten Men­schen welt­weit.

  • Eine sehr belieb­te Akti­vi­tät in Cos­ta Rica ist Wild­was­ser-Raf­ting. Ab 12 Jah­re darf jeder die­ses Strom­schnel­len-Aben­teu­er erle­ben. Ver­schie­de­ne Flüs­se wer­den in Klas­sen ein­ge­teilt. Klas­se II für Anfän­ger bis Klas­se IV für Fort­ge­schrit­te­ne. Für Neu­lin­ge sind die Flüs­se Sara­pi­quí und Coro­bicí gut geeig­net, für die Erfah­re­ne­ren Pacua­re und Naran­jo. Wenn du dir eine län­ge­re Tour wünschst, soll­test du das auf dem Fluss Pacua­re machen. Hier wer­den unter ande­rem 2‑Ta­ges-Tou­ren ange­bo­ten. Die beinhal­ten dann Zel­ten im Wald, das Erfor­schen von Was­ser­fäl­len und die Durch­que­rung der Schlucht des Flus­ses. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn dich erwar­ten unter ande­rem Tuka­ne, Faul­tie­re und Man­tel­brüll­af­fen.

  • Die Land­zun­ge von Uvi­ta in der Nähe von Playa Domin­cal sieht bei Ebbe aus wie eine Wal­schwanz­flos­se. Die­ser Ort ist ide­al zur Beob­ach­tung von Buckel­wa­len. Im Dezem­ber bis April kann man sie aus dem Nor­den und im Juli bis Okto­ber aus dem Süden sehen. Sie wer­den bis zu 16 Meter lang und bis zu 40 Ton­nen schwer!

Cos­ta Rica hat es zwar nicht auf mei­ne Road­t­rips-Bucket­list geschafft, jedoch möch­te ich trotz­dem unbe­dingt mal hier den Regen­wald ent­de­cken!

Regenwald, Costa Rica

Warst du schon mal in Cos­ta Rica?

Stay tun­ed!

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